Nur wer eine Banane isst bekommt ein Eis!

Diesen Satz habe ich gestern auf dem Spielplatz gehört. Die Reaktion des Kindes war trotzig, und mir war als hätte es einfach nicht verstanden um was es seiner Oma geht.

Er hat zwar dann die Banane gegessen, aber nur weil er natürlich nicht als einziger kein Eis essen wollte.

Was ist aber wirklich passiert in den Köpfen der Oma und des Kindes? Und kann man vielleicht auch andere Wege finden sein Kind zu motivieren Gemüse zu essen?


Die Oma hatte eine gute Absicht, sie wünscht sich natürlich, dass sich ihr Enkel gesund ernährt, weil sie ihn liebt und sich für ihn das Beste wünscht. Ihre Methode dazu ist allerdings nicht bedingungslos.

Was könnte das bei ihrem Enkel ausgelöst haben? Warum hat er nicht freudestrahlend die Banane und das Eis gegessen? Er hätte doch gleich zwei Sachen bekommen?


Die Bedingung und der Ton macht hier die Musik. Wenn solche Sätze "drohend" gesprochen werden kommt das natürlich anders beim Kind an, als wenn es liebevoll gesagt wird.

Die Oma hat es aber in diesem Fall freundlich gesagt. Warum war seine Reaktion dennoch abwehrend?

Es könnte sein, dass das Kind überwiegend mit solchen Methoden begleitet wird. Deswegen fühlt er sich vielleicht aufgrund solcher Bedingungen (manchmal) nicht geliebt. Es könnte sein, dass er die generelle Annahme entwickelt hat, nur wenn ich etwas tue, was die Erwachsenen sagen, dann werde ich geliebt.

Wir kennen dieses Muster vielleicht auch. Wir alle wollen einfach geliebt werden, ohne etwas leisten oder tun zu müssen, einfach nur weil wir sind, wie wir sind.

Dennoch ist es wichtig, den Kindern beizubringen, dass es wichtig ist Gemüse und Obst zu essen und nicht nur Süßes.

Wie können wir das "schaffen"?


Das wird von Kind zu Kind und von Familie zu Familie varrieren, je nach eingefahrenen Reaktionsmustern. Man muss sich genau anschauen, was in den Eltern für Glaubenssätze vorliegen und was in den Kindern los ist. Man kann mit Achtsamkeit diese Dinge erkennen und verändern lernen.

Generell ist es ratsam erstmal zu fragen ob das Kind eine Banane mag. Wenn dies nicht der Fall ist, dann schau was in dir los ist. Ist da Ärger oder irgendwelche ablehnenden Gedanken?

Wenn gelernt wurde, diese loszulassen dann kann man vielleicht akzeptieren, dass das Kind gerade keine Banane mag und schauen was passiert. Wenn man Kinder nicht zwingt gesunde Sachen zu essen, sind die Chancen auf jeden Fall größer dass sie auch etwas davon haben wollen, wenn die anderen gerade Obst essen. Außerdem kann man ihnen natürlich erklären warum es wichtig ist, dass sie sich ausgewogen ernähren, und das nicht nur in einem Satz. Man kann gemeinsam recherchieren, zum Beispiel im Internet, man kann sie rausfinden lassen was der menschliche Körper braucht und was passiert wenn er sich nur von Zucker ernährt.

Dennoch wird es immer wieder Kinder geben, die Gemüse und Obst komplett ablehnen. Meistens sind das allerdings Phasen, und es ist von entscheidender Wichtigkeit wie wir auf dieses Verweigern reagieren, wielange solche Phasen anhalten werden. Einen vitaminreichen, achsamen Tag für euch! Sabrina


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